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Projekt 4 - Einführung des Servicekontos -

Projektstart 01.12.2018

Projektende 31.08.2020

Zur elektronischen Abwicklung von Verwaltungsleistungen muss das Land Niedersachsen nach § 3 Abs. 2 des Gesetzes zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen (Onlinezugangsgesetz - OZG) Nutzerkonten einführen.

In Niedersachsen wird in diesem Zusammenhang vom sog. Servicekonto gesprochen. Hierbei handelt es sich, wie auch von zahlreichen anderen Internetseiten bekannt, um Nutzerkonten, die eine einheitliche Identifizierung gegenüber Online-Diensten sowie die vollständige Abwicklung ermöglichen.

Es existiert bereits das Bürgerkonto in Niedersachsen. Dieses muss jedoch zu einem Servicekonto im Sinne des OZG erweitert werden und daher kompatibel mit den Online-Leistungen des Bundes, der übrigen Länder und der Kommunen gestaltet werden. Denn mit dem Servicekonto wird es möglich sein, die Online-Verwaltungsleistungen des Bundes, der übrigen Länder und der Kommunen zu nutzen.

Um den Nutzern ein möglichst einfaches Registrierungsverfahren anzubieten und die Servicekonto-Nutzung auf einem angemessenen Sicherheitslevel zu ermöglichen, muss das Servicekonto unterschiedliche Sicherheitsstufen mit den entsprechenden Authentisierungs- und Authentifizierungsniveaus aufweisen. Auch Unternehmen und Behörden sollen ein Servicekonto einrichten und nutzen können. Für diese sind erweiterte Funktionen, wie z. B. ein Rollenkonzept, erforderlich.

Die Daten des Servicekontos stehen für die Nutzung in verschiedenen Fachverfahren bereit, sodass eine wiederholte Eingabe dieser Daten für die Nutzer entfällt.

Ein schriftformersetzendes Kommunikationsverfahren (eID-Funktion, De-Mail) muss, im Falle eines gesetzlichen Schriftformerfordernisses, durch das Servicekonto bereitgestellt werden.

In Verbindung mit dem Servicekonto sind auch eine „Postfach“-Funktion zur Speicherung elektronischer Dokumente sowie Status- und Verfahrensinformationen zu den Online-Verfahren zu realisieren.

Die Ziele des Projektes 4 in Kürze:

1. Ein Servicekonto im Sinne des OZG und des geplanten Niedersächsischen Gesetzes über digitale Verwaltung und Informationssicherheit (NDIG) wird bereitgestellt und interoperabel mit den Servicekonten des Bundes und der Länder gestaltet.

2. Das Servicekonto ermöglicht Authentisierung und Authentifizierung von Identitäten für die Nutzung von Verwaltungsleistungen und gewährleistet die entsprechend erforderlichen Vertrauensniveaus.

3. Weitere erforderliche elektronische Kommunikations- und Zugangsverfahren, wie z. B. eID-Funktion und De-Mail, ermöglichen eine effektive Kommunikation.

4. Das Servicekonto enthält ein Postfach, in welches elektronische Dokumente zu Verwaltungsvorgängen sowie Status- und Verfahrensinformationen abgelegt werden können.

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