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Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen


Der Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen wird seit 1977 verliehen. In Niedersachsen hatten besonders viele deutsche Schlesierinnen und Schlesier, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verlassen mussten, Aufnahme gefunden und wesentlich zum Wiederaufbau des Landes beigetragen. Die Niedersächsische Landesregierung hatte diesen Preis daher seinerzeit gestiftet als Zeichen der Verbundenheit des Landes Niedersachsen mit den in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Schlesierinnen und Schlesiern.

Mit dem Preis sollen die Leistungen solcher Kunst- und Kulturschaffenden gewürdigt werden, die entweder selbst aus Schlesien stammen oder deren auszuzeichnendes Werk Bezüge zu Schlesien aufweist. Gegenstand der Preisverleihung waren hervorragende Einzel- oder Gesamtleistungen auf dem Gebiet der Literatur, der bildenden Kunst und der Musik.

Getragen von dem Gedanken der Verständigung und Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen können seit 1991 auch polnische Künstlerinnen und Künstler, die in Schlesien wohnen, den Preis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Literatur, der bildenden Kunst und der Musik erhalten.

Außerdem kann der Preis für besondere Verdienste um die Erhaltung, Weiterentwicklung und Verbreitung des Kulturguts Schlesien vergeben werden. Mit dieser Neuausrichtung wurde die Erwartung verbunden, dass die öffentliche Ehrung von Preisträgerinnen und Preisträgern aus Deutschland und Polen die Begegnung von Menschen ermöglicht, die durch ihre Herkunft oder ihr Schaffen der europäischen Kulturlandschaft Schlesien verbunden sind.

Der Kulturpreis Schlesien hat sich zu einem deutsch-polnischen Begegnungspreis entwickelt. Er hat längst eine besondere Bedeutung für die Verständigung zwischen Deutschland und Polen erlangt.

Der Kulturpreis Schlesien bestand in diesem Jahr aus zwei gleichwertigen Hauptpreisen, die mit je 4.000,- € dotiert sind. Zusätzlich wurden zwei Sonderpreise mit je 3.000,- € verliehen.

Die 40. Verleihung des Kulturpreises Schlesien fand am 24. September in Breslau, in der Kulturhauptstadt Europas 2016, statt.

41. Preisverleihung 2017 im Theater Osnabrück

Die Preisträger wurden am 09. März im Rahmen der turnusmäßigen Jurysitzung in der Landesvertretung Niedersachsen beim Bund in Berlin ausgewählt. Hier finden Sie den Artikel aus dem Newsletter 2/2017 https://www.fuer-niedersachsen-in-berlin.de/2017/03/die-jurysitzung-kulturpreis-schlesien-2017-unter-vorsitz-von-innenminister-boris-pistorius/ der Landesvertretung.

Die Preisverleihung fand am 12. August im Theater Osnabrück statt. Herr Minister Boris Pistorius verlieh vor fast 300 geladenen Gästen die beiden Hauptpreise an die Berliner Regisseurin Karin Kaper und den Oppelner Historiker und Autor Prof. Stanisław Sławomir Nicieja. Der Sonderpreis ging in diesem Jahr an den Verein Pro Liberis Silesiae aus Raschau, den stellvertretend die Vorstandsvorsitzende Dr. Margarethe Wysdak entgegennahm.

Das Programm wurde durch die Osnabrücker Sängerin Viviane Kudo und die schlesische Trachtengruppe Osnabrück untermalt. Im Anschluss an den Festakt lud die Landesregierung alle Gäste zum Empfang in das obere Foyer des Theaters ein.

Die Veröffentlichung erfolgte bereits am 09. August, im Vorfeld der Verleihung in Osnabrück. Hier finden Sie unsere entsprechende Pressemitteilung.

Ausblick 2018:

Im nächsten Jahr wird die 42. Verleihung wieder in Polen stattfinden. Die nächste Jurysitzung wird voraussichtlich im ersten Quartal des Jahres 2018 stattfinden.

Kulturpreis Schlesien 2017  
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