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Fazit des Besuchs von Innenminister Pistorius zum 75. Jahrestag der Alliiertenlandung in Frankreich

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, ist von seinem Aufenthalt als Vertreter der Niedersächsischen Landesregierung zum 75. Jahrestag der Alliiertenlandung in der Normandie zurückgekehrt. Zahlreiche Begegnungen und Eindrücke prägten diesen Besuch.

Unter anderem traf er bei dem Weltforum „Normandy for Peace“ den Vizepräsidenten der Region Normandie, François-Xavier Priollaud. Beide tauschten sich über konkrete zukünftige Projekte zum Weltfriedensforum in Niedersachsen aus. Neben einem Besuch des US-Soldatenfriedhofs am Omaha Beach, an dem die Landung der Alliierten vor 75 Jahren begann, besuchte Innenminister Pistorius auch die Gedenkfeier auf der Deutschen Kriegsgräberstätte Le Cambe. Hier zeigte sich erneut, wie wichtig die Arbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ist. Auf Einla-dung der Royal British Legion nahm Minister Pistorius an einem Gedenkgottesdienst in der Kathed-rale Notre-Dame in Bayeux teil, gemeinsam mit dem britischen Prinzen Charles und Herzogin Camilla, der britischen Premierministerin May und britischen Veteranen. Im Anschluss an diese würdevolle Feierstunde legte Innenminister Pistorius einen Kranz auf dem britischen Soldatenfried-hof in Bayeux nieder.

Pistorius: „Die Tage in der Normandie haben mich zutiefst beeindruckt. Vor allem die Gespräche mit Veteranen von allen Seiten lassen mich demütig zurück. Plötzlich sind das Grauen des Krieges und die Fragilität des Friedens greifbar. Ein amerikanischer Veteran sprach mich nach der Kranz-niederlegung in Bayonne an. Er sagte, er möchte nicht „in den Schuhen der Deutschen stecken“, schließlich wären sie am Ende diejenigen, die besetzt worden waren. Ich aber dankte ihm für die Befreiung von den Nazis und für 75 Jahre Frieden in Europa. Er freute sich und sagte: „Ja, ihr Deutschen seid in Ordnung. Bitte befreit uns auch, wenn es mal nötig sein sollte.“ Ein deutscher Kriegsveteran berichtete über seine ersten Begegnungen mit amerikanischen Fallschirmspringern, die ihm als 19-Jährigen erst einmal Wasser gaben, nachdem er tagelang weder gegessen noch getrunken hatte. Wir müssen dieses Gedenken und die Demut vor dem Frieden und vor denen, die diesen durch ihren Einsatz erreicht haben, sehr tief in unserem Bewusstsein und unseren Herzen verankern. Auch wenn die letzten Veteranen eines Tages nicht mehr selbst berichten können, stehen wir jeden Tag vor der Verantwortung, gegen das Vergessen, gegen Nationalismus, gegen Ausgrenzung und gegen Intoleranz zu kämpfen. Wir müssen einstehen für Multilateralismus und Völkerverständi-gung. Nur im Frieden kann es uns gelingen, unseren Wohlstand und Fortschritt zu erhalten. Er ist das Gerüst, auf dem alles andere steht.“

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07.06.2019

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