Nds. Ministerium für Inneres und Sport klar

Pilotprojekt „NIMes“ für mobile Kommunikation bei der niedersächsischen Polizei gestartet

Pistorius: „Messenger-App NIMes schließt wichtige Kommunikationslücke“


Pistorius, NIMes  

Der zentrale IT-Dienstleister der niedersächsischen Landesverwaltung, IT.Niedersachsen, hat in Kooperation mit der Polizei Niedersachsen jetzt den „Niedersachsen-Messenger (NIMes)" für mobile Endgeräte an den Start gebracht. Die „gekapselte" Applikation wird getrennt vom Betriebssystem und sonstigen Apps auf mobilen Endgeräten betrieben, um in einem geschlossenen Benutzerkreis Polizeibeschäftigten den Versand von Text-, Bild-, Video- und Audionachrichten sowohl über dienstliche als auch private Endgeräte zu ermöglichen. Das bedeutet: Mit NIMes können Beamtinnen und Beamte jederzeit - wenn sie es möchten - auch dienstliche Kommunikation empfangen oder den Kolleginnen und Kollegen relevante Informationen senden. Der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagte bei der Vorstellung der App: „Das, was wir alle privat schon etwas länger als Standard auf dem Smartphone haben, gibt es mit NIMes jetzt auch für die außergewöhnlichen Bedürfnisse und hohen Anforderungen der Polizei. Der Empfang und Versand von Texten oder Bildern nahezu in Echtzeit - auf freiwilliger Basis sogar mit dem privaten Smartphone - schließt eine wichtige Lücke in der Informationssteuerung bei den Einsatzkräften." So kann beispielsweise das Foto eines vermissten Kindes ohne großen Zeitverzug auch diejenigen Einsatzkräfte erreichen, die bisher kein dienstliches Endgerät haben. Mit „NIMes" realisiert die Polizei ein bundesweit einmaliges Projekt unter Einbeziehung privater Smartphones. „Damit stellen wir den Beamtinnen und Beamten eine legal nutzbare Anwendung auch für das private Handy zur Verfügung", so Pistorius.

„NIMes" wird zunächst in einem Pilotprojekt bei der Polizei Niedersachsen eingeführt, und zwar bei den Polizeiinspektionen Celle und Hannover-Mitte sowie der Zentralen Polizeidirektion. Bei erfolgreichem Verlauf könnten aber auch andere Nutzer der Landesverwaltung die App nutzen. Sie wird von IT.Niedersachsen fernadministriert und über technische sowie ergänzende organisatorische Maßnahmen sicher betrieben. Die Verschlüsselung der Daten erfolgt im so genannten End-to-End-Verfahren. Es kann also niemand mitlesen - außer demjenigen, der die Daten absendet und der Person, die sie empfängt. Eine zweistufige Authentifizierung sichert zudem vor unbefugter Nutzung.

Selbstverständlich haben bei der Entwicklung auch die Aspekte des Datenschutzes eine große Rolle gespielt. Seit über einem Jahr stehen die Zentrale Polizeidirektion und das Innenministerium mit der Niedersächsischen Landesbeauftragten für den Datenschutz im fachlichen Austausch - also bereits in der Projekt- und Entwicklungsphase für „NIMes". Aus Datenschutzsicht sollte dabei eine End-to-End Kommunikation gewährleistet sein. Das war aus Sicht der Polizei von vornherein so geplant und wurde natürlich erfüllt. Unter anderem wurde angemerkt, dass der privaten Kommunikation somit „Tür und Tor" geöffnet werde, dass private Endgeräte genutzt werden dürfen. Dadurch, dass den Beamtinnen und Beamten diese Möglichkeit eröffnet wird, auch ihre Privatgeräte zu nutzen, kommt das Innenministerium einem vielfach geäußerten Wunsch nach. Die App wird dabei technisch komplett vom Betriebssystem und sonstigen Apps abgekapselt, um in einem geschlossenen Benutzerkreis Polizeibeschäftigten den Versand von Text-, Bild-, Video- und Audionachrichten ausschließlich über die App zu ermöglichen. Eine Einbindung der Inhalte (z.B. in WhatsApp) ist also nicht möglich. Zudem muss jeder Nutzer einer Vereinbarung zur Datenschutzgerechten Benutzung der App zustimmen.

Mit „NIMes" setzt die Polizei Niedersachsen ihre IT-Mobilitätsoffensive fort, gleichzeitig werden insgesamt rund 1.000 weitere Smartphones an die Einsatzkräfte ausgegeben. Landesweit stehen den Beamtinnen und Beamten damit inzwischen rund 2.000 Tablets und Smartphones für den Einsatz zur Verfügung. Das Ministerium prüft fortlaufend die Beschaffung weiterer Endgeräte entsprechend der Bedarfe und finanziellen Möglichkeiten.

NIMes,  
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03.05.2018

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