Heimatvertriebene | Nds. Ministerium für Inneres und Sport
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Heimatvertriebene

Das schwere Schicksal der Vertreibung erlitten Millionen Deutsche, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat jenseits der Oder-Neiße-Linie oder in den ost- und südosteuropäischen Staaten verlassen mussten.

Die meisten Vertriebenen fanden Aufnahme im Gebiet der späteren Bundesrepublik Deutschland. Im allgemeinen Notstand der Nachkriegszeit war dies eine enorme Herausforderung, die aber dank der gemeinsamen Anstrengungen der Einheimischen und der Vertriebenen nach und nach bewältigt werden konnte. Der dann folgende Wiederaufbau Deutschlands ist eine Erfolgsgeschichte, an der die Heimatvertriebenen maßgeblichen Anteil haben.

In Niedersachsen fanden nach ihrer Vertreibung viele Schlesier eine neue Heimat. 1950 übernahm das Land Niedersachsen daraufhin als Zeichen der Verbundenheit die Patenschaft für die Landsmannschaft Schlesien. Diese Patenschaft ist bis heute Ausdruck der Wertschätzung, die den Heimatvertriebenen und insbesondere den Schlesiern entgegen gebracht wird.

Ungeachtet des ihnen zugefügten Leids und der damals schwierigen Lebensverhältnisse haben sich die Heimatvertriebenen bereits 1950 zur Versöhnung bekannt. In ihrer Charta heißt es unter anderem: "Wir Heimatvertriebenen verzichten auf Rache und Vergeltung." Und weiter: "Wir werden jedes Beginnen mit allen Kräften unterstützen, das auf die Schaffung eines geeinten Europas gerichtet ist, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können." Mit der Erweiterung der Europäischen Union ist diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen worden.

Bronzeguß "Patenschaft" Niedersachsen - Schlesien

Gedenktafel zur Würdigung der Patenschaft des Landes für die Landsmannschaft Schlesien mit dem Wappen Schlesiens, Oberschlesiens und Niedersachsens, Berlin - Landesvertretung Niedersachsen -

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