Nds. Ministerium für Inneres und Sport klar

Förderung der freiwilligen Rückkehr und Weiterwanderung von ausländischen Flüchtlingen durch das Land Niedersachsen

Das Land Niedersachsen sieht es als seine Aufgabe an, im Rahmen einer verantwortungsvollen Ausländerpolitik die freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen in ihr Herkunftsland oder ihre Weiterwanderung in ein aufnahmebereites Drittland zu unterstützen.


REAG/GARP-Programm

Niedersachsen beteiligt sich an dem seit 1979 bestehenden "Reintegration and Emigration Programme for Asylum-Seekers in Germany" (REAG), das die Übernahme von Reisekosten und Gewährung von Reisebeihilfen zum Inhalt hat. Im Jahr 1989 erfolgte mit dem "Government Assisted Repatriation Programme" (GARP) eine Ergänzung durch die Gewährung von Starthilfen für Flüchtlinge aus bestimmten Herkunftsländern. Beide Programme wurden zum 01.01.2002 mit vereinfachten Komponenten zum REAG/GARP-Programm zusammengefasst. Der Bund und die Länder tragen die Kosten und legen gemeinsam die Ausgestaltung fest. Die Umsetzung erfolgt in Niedersachsen auf dem Erlasswege.

Die Durchführung des Programms ist der Internationalen Organisation für Migration (IOM) übertragen worden. Sie ist Ansprechpartnerin für die konkreten Fälle.

Besondere Hinweise:

Visumfreie Einreise einschließlich Kosovo

Staatsangehörige europäischer Drittstaaten, denen eine visumfreie Einreise in das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland möglich ist, erhalten keine Reisebeihilfen und Starthilfen. Beförderungskosten können übernommen werden. Entsprechendes gilt für kosovarische Staatsangehörige.


Landesreisebeihilfe

Das Land Niedersachsen stockt ab 01.06.2017 das REAG/GARP-Programm für Personen aus Niedersachsen, die danach keine Reisebeihilfen erhalten können, um die Komponente einer pauschalierten Reisebeihilfe in Höhe von 50 EUR auf - unabhängig vom Alter und Familienstand. Ein gesondert Antrag ist nicht erforderlich.


Rückkehr nach Syrien

Die Förderung von freiwilligen Ausreisen nach Syrien ist im Rahmen des REAG/GARP-Programms derzeit ausgesetzt. Rückkehrwillige aus Niedersachsen können sich bei Bedarf an die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI) wenden (s. Individualhilfen).


Zum Thema:

Grundsatzerlass vom 21.06.2016

Änderungserlass vom 17.07.2017

Merkblätter der IOM und Antragsformular

Statistiken der Jahre 2013, 2014, 2015 und 2016


Individualhilfen

Die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI) unterstützt bei Bedarf Kommunen und die dort untergebrachten Flüchtlinge bei der Realisierung einer freiwilligen Ausreise.

Die Entscheidung über Art und Umfang hängt vom Einzelfall ab und erfolgt nach Absprache. Kontakt kann aufgenommen werden über den Standort Osnabrück: Telefon 0541/40696-0 (App. 837, 838), den Standort Braunschweig: Telefon 0531/3547-0 (App. 160, 306) und per E-Mail: poststelle@lab.niedersachsen.de.


Zum Thema:


Dezentrale Rückkehrberatung

Flüchtlinge in der Region Hannover haben die Möglichkeit, sich beim Raphaels-Werk Hannover, Vordere Schöneworth 10, 30167 Hannover, Tel.: (0511) 7005206-0, E-Mail: hannover@raphaelswerk.net, über ihre Perspektiven bei einem Verbleib in Deutschland, einer Rückkehr ins Herkunftsland oder Weiterwanderung in ein aufnahmebereites Drittland beraten und mit aktiven Hilfsmaßnahmen unterstützen zu lassen.

Die AWO - Kreisverband Hildesheim - Alfeld (Leine) e.V., Osterstr. 39 A, 31134 Hildesheim, Tel.: (05121) 17900-0, E-Mail: info@awo-hi.de, Internet: www.awo-hi.de (Projekte), bietet ebenfalls im Rahmen des mit Mitteln des Landes geförderten Projektes "New Life" Rückkehrberatung und -unterstützung an.

Beiden Beratungsstellen hat das Land für individuelle Rückkehrhilfen Mittel zur Verfügung gestellt.


ZIRF-Counselling-Projekt

Die Zentralstelle für die Informationsvermittlung zur Rückkehrförderung (ZIRF) und IOM führen seit dem 01.01.2006 das zurzeit bis zum 31.12.2017 befristete ZIRF-Counselling-Projekt durch.

Mit diesem Projekt werden länderspezifische Informationsblätter und Antworten auf individuelle Anfragen von Rückkehrinteressierten bereitgestellt.

Als Nutzerkreis sind für Niedersachsen die antragsweiterleitenden Organisationen nach dem REAG/GARP-Programm (Ausländer- und Leistungsbehörden, Wohlfahrtsverbände und Fachberatungsstellen) autorisiert worden. Die Kosten für die Anfragen trägt das Land Niedersachsen.

Zum Thema:


Kosovo-Rückkehrprojekt "URA - Die Brücke"

Der Bund und die Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen führen unter der Bezeichnung "URA - Die Brücke" ein gemeinsames Kosovo-Rückkehrprojekt durch, das speziell für Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus diesen Bundesländern eine Vielzahl von Reintegrations-, Betreuungs- und Unterstützungsmaßnahmen vor Ort in Pristina anbietet.
Das Projekt ist vorerst bis zum 31.12.2017 befristet und bezieht auch Unterstützungen für Personen ein, deren Aufenthalt zwangsweise beendet wurde.

Zum Thema:

  • BAMF - Rückkehrförderung - Projekt Kosovo www.bamf.de


Projekt "Integrierte Rückkehrplanung und Vernetzung (IntegPlan)"

IntegPlan ist ein länderübergreifendes Projekt, das sich in erster Linie an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen richtet, die mit der Thematik Rückkehrberatung und -unterstützung befasst sind. Ihre Arbeit und die Nachhaltigkeit der Rückkehr sollen gefördert werden. Zu dem nachfrageabhängigen Leistungsangebot gehören u. a.: Austauschforum, länderspezifische Informationsveranstaltungen, Fachtagungen, Informationsplattform, Supervision, online-basiertes Verfahren zum Fallmanagement.

Das Projekt wird von Micado Migration gGmbH in Saarbrücken in Kooperation mit dem Büro für Rückkehrhilfen der Stadt München getragen und von den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt sowie aus Mitteln des Europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) gefördert.

Zum Thema:


Weitere Programme

StarthilfePlus - Link BAMF und IOM

ERIN - Link BAMF


Hilfreiche Links


Rückkehr von Flüchtlingen
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