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Pistorius zu Entscheidung für Aufnahme von Flüchtlingskindern: „Wichtiges und dringend nötiges Zeichen der Humanität“

In der vergangenen Nacht hat der Koalitionsausschuss der Bundesregierung unter anderem beschlossen, dass Griechenland bei der schwierigen humanitären Lage von 1000 bis 1500 Kindern auf den Ägäis-Inseln unterstützt werden soll. Dabei geht es vor allem um schwerkranke oder unbegleitete Kinder unter 14 Jahren.

Vor dem Hintergrund der auf seiner Reise nach Lesbos vor vier Monaten gestarteten Initiative sagt der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius: „Diese Entscheidung ist ein wichtiges und vor allem dringend nötiges Zeichen der Humanität aus Deutschland. Ich begrüße diese Entscheidung sehr, auch wenn ich mich gefreut hätte, wenn sich die Bundesregierung schon früher zu diesem Schritt entschlossen hätte. Die ganze Welt blickt gerade auf die Inseln in der Ägäis und insbesondere auf das Schicksal dieser Kinder. Es ist wichtig, hier das Signal der Haltung, des Mitgefühls und der Aufnahmebereitschaft zu senden und dann schnell entsprechend zu handeln. Es ist schon viel Zeit verloren gegangen, und die Zustände etwa auf Lesbos haben sich in den vergangenen Wochen noch einmal dramatisiert. Darum müssen diejenigen Kinder, die unsere Hilfe am dringendsten brauchen, schnell vor Ort identifiziert werden und verteilt werden. Ich freue mich auch, dass es aktuell eine so breite Welle der Hilfsbereitschaft in deutschen Kommunen für die Aufnahme dieser Kinder gibt.“

Weiter sagt der niedersächsische Innenminister: „Darüber hinaus ist auch wichtig, dass Deutschland neben möglicher humanitären Maßnahmen auch die administrativen Verfahren in Griechenland, insbesondere das schnelle und gründliche Bearbeiten der Asylanträge, unterstützt. Vor dem Hintergrund des Schutzes der europäischen Außengrenzen wäre es sinnvoll, weitere Polizistinnen und Polizisten als Unterstützung für Frontex nach Griechenland abzustellen. Niedersachsen stellt auch heute schon eines der größten Kontingente an Frontex ab. Wir prüfen bereits seit vergangener Woche, in welcher Höhe eine weitere personelle Aufstockung möglich ist. Ich fordere, den europäischen Grenzschutz insbesondere durch eine dauerhafte Stärkung von Frontex grundsätzlich zu stärken.“

Artikel-Informationen

09.03.2020

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