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Länderübergreifende Hilfe durch Niedersachsen bei der Waldbrandbekämpfung in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern

Pistorius: „Großer Dank an alle Kräfte für ihren geleisteten Einsatz!“


Feuerwehr- und Polizeikräfte aus Niedersachsen haben in den vergangenen Tagen mit insgesamt 429 Kräften (davon: 416 Feuerwehr, 13 Polizei) mehrfach tatkräftig die Waldbrandbekämpfung in den Bundesländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius: „Die Einsatzkräfte unserer Polizei und Feuerwehr wurden bei diesem außergewöhnlichen Einsatz in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern intensiv gefordert. Sie haben einen beachtlichen Beitrag dazu geleistet, die Feuer einzudämmen und die Einsatzkräfte in den Nachbarländern bei der Brandbekämpfung zu unterstützen. Den dabei verletzten Feuerwehrleuten wünsche ich schnelle Genesung. Unser Dank gilt der Einsatzbereitschaft und dem unermüdlichen Engagement der Feuerwehr- und Polizeieinsatzkräfte aus Niedersachsen, die immer da sind, wenn es brennt und wenn Menschen von derartigen Naturereignissen bedroht sind. Dieser Dank schließt ausdrücklich die Arbeitgebenden der vielen ehrenamtlichen Feuerwehrleute mit ein, die unbürokratisch die erforderliche Freistellung für die Hilfeleistung ermöglichen.“

Vom 26. Juni bis 1. Juli 2019 unterstützten insgesamt 82 Einsatzkräfte der Freiwilligen (70 Kräfte) und der Berufsfeuerwehr Braunschweig (12 Kräfte) im Rahmen der länderübergreifenden Hilfe bei einem Einsatz zur Waldbrandbekämpfung in der Lieberoser Heide, Landkreis Dahme-Spreewald (Brandenburg). Die Kräfte hatten den Auftrag, eine ca. 1,5 Kilometer lange Wasserförderstrecke vom sogenannten Teerofensee zu eingerichteten Wasserübergabepunkten aufzubauen, wo anschließend Tanklöschfahrzeuge und Agrarfahrzeuge mit Löschwasser befüllt wurden. Alle Einsatzkräfte aus Braunschweig wurden, wenn auch erschöpft, unversehrt in Niedersachsen wieder in Empfang genommen.

Vom 1. Juli bis 4. Juli 2019 unterstützten Feuerwehrkräfte aus drei Kreisfeuerwehrbereitschaften Niedersachsens im Rahmen der länderübergreifenden Hilfe beim Einsatz zur Waldbrandbekämpfung auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Lübtheen, Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern). Bei dem Brand auf einer munitionsbelasteten Fläche sind insgesamt über 1.200 ha Gesamtfläche verbrannt. Vereinzelt bestehen auf einer Fläche von circa 560 Hektar weiterhin noch Glutnester, die teilweise aufgrund der Munitionsaltlasten nicht bekämpft werden können. Nach der Ausrufung des Katastrophenfalls im Landkreis Ludwigslust-Parchim am 30. Juni erfolgte noch am selben Tag die erste Kräfteanforderung für Niedersachsen.

Insgesamt unterstützte Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern mit insgesamt drei Kreisfeuerwehrbereitschaften bei der Brandbekämpfung. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Rotenburg-Wümme (Süd) aus dem Bezirk Lüneburg war mit 25 Fahrzeugen und 110 Feuerwehrkräften vom 1. Juli früh morgens bis 2. Juli nachmittags im Einsatz. Die Einsatzkräfte sind alle wohlbehalten nach Niedersachsen zurückgekehrt. Die KFB Peine Ost mit 134 Einsatzkräften und die KFB Goslar mit 90 Einsatzkräften aus dem Bezirk Braunschweig waren vom 2. Juli morgens bis 4. Juli nachmittags im Einsatz. Zwei Feuerwehrkräfte wurden bei dem Einsatz leicht verletzt, befinden sich aber auf dem Wege der Besserung.

Die niedersächsischen Feuerwehrkräfte haben insbesondere mit ihren Fachzügen Wassertransport, Wasserförderung Technische Hilfe vor Ort wertvolle Hilfe beim Aufbau des Bereitstellungsraumes, bei der Wasserförderung und beim Wassertransport geleistet und somit erheblich zur Eindämmung des Flächenbrandes in Lübtheen beigetragen.

Auch die Polizei Niedersachsen hat im Rahmen der länderübergreifenden Hilfe bei der Brandbekämpfung in Lübtheen tatkräftig unterstützt. Seit dem 1. Juli mittags sind Kräfte der Bereitschaftspolizei Hannover mit zwei Wasserwerfern sowie einer Führungsgruppe der Technischen Einsatzeinheit (TEE) mit insgesamt 13 Polizeikräften im Lübtheen im Einsatz. Die Polizeikräfte versehen dort Nachtschichten und koordinieren zum Teil alle im Einsatz befindlichen Wasserwerfer. Des Weiteren unterstützen die niedersächsischen Kräfte im Rahmen der Gefahrenabwehr, um die Ausbreitung weiterer Brände im Bereich Lübtheen zu verhindern. Der Einsatz der niedersächsischen Wasserwerfer wurde mittlerweile auf Bitte des Einsatzstabes Mecklenburg-Vorpommern bis heute (09.07.2019) verlängert.

Daneben wurde die Waldbrandbekämpfung in Lübtheen aus Niedersachsen auch technisch unterstützt. Insgesamt sechs Löschwasseraußenlastbehälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils 900 Litern wurden mittlerweile auf Anforderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern durch die Nds. Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) zur Verfügung gestellt. Die Bundeswehr hat die Löschwasserbehälter mit einem Hubschrauber vom Standort der NABK in Celle-Scheuen zum Einsatzort in Mecklenburg-Vorpommern gebracht, wo diese nach wie vor noch genutzt werden.

Derzeit sind keine niedersächsischen Feuerwehrkräfte mehr in anderen Bundesländern im Einsatz. Grundsätzlich gilt, dass die KFB‘en aus den hoch- und mittelschwerwaldbrandgefährdeten Landkreisen Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Uelzen, Celle, Gifhorn und Heidekreis bei etwaigen länderübergreifenden Hilfeersuchen vor dem Hintergrund der vorsorgenden Waldbrandbekämpfung in Niedersachsen unberücksichtigt bleiben.

Im Rahmen der Imagekampagne „Ja zur Feuerwehr“ wurde der Unterstützungseinsatz der niedersächsischen Kräfte in Mecklenburg-Vorpommern auch in den sozialen Medien durch entsprechende Berichte auf Facebook begleitet:

https://de-de.facebook.com/JazurFeuerwehr/.

Presseinformation
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10.07.2019

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