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Land unterstützt die flächendeckende Qualifizierung von kommunalen Digitallotsen

Staatssekretär Manke: „Beschäftigte müssen sowohl fachlich als auch persönlich mitgenommen werden“


In den Behörden des Landes Niedersachsen und den niedersächsischen Kommunen wird intensiv an der Umsetzung der Vorgaben aus dem Onlinezugangsgesetz (OZG) gearbeitet. Die Hauptlast der Umsetzung des OZG liegt auf der Ebene der Kommunalverwaltung, da dort über 70 Prozent aller Dienstleistungen im öffentlichen Bereich erbracht werden. Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport unterstützt die Kommunen bei der Umsetzung der Digitalisierung und hat auf Anregung der kommunalen Spitzenverbände und in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Studieninstitut für kommunale Verwaltung e. V. (NSI) die Qualifizierung von sogenannten kommunalen Digitallotsen initiiert. Die Digitallotsen sollen als Ansprechpartner/-innen dienen und die Veränderungsprozesse in der Kommune begleiten.

Der Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport, Stephan Manke, sagt zu den angebotenen Qualifizierungsmaßnahmen: „Die Arbeitswelt wird sich in der Zukunft massiv verändern. Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst werden durch intelligente Software und Onlineportale von Routinetätigkeiten zwar entlastet, müssen aber bei der Digitalen Transformation sowohl fachlich als auch persönlich mitgenommen werden. Die Digitallotsen können hier einen wichtigen Beitrag in den Kommunen leisten, darum haben wir dieses Projekt an den Start gebracht.“

Das Land unterstützt das Projekt finanziell, indem es die Hälfte der Gebühren für die Seminarteilnahme von zwei Mitarbeitern bzw. Mitarbeiterinnen jeder niedersächsischen Kommune (Mitgliedsgemeinden einer Samtgemeinde ausgenommen) übernimmt. Das dreitägige Seminar behandelt die Themenblöcke „Digitale Verwaltung in Niedersachsen“, „Digitalisierungsmanagement in der Kommune“ sowie „Informationssicherheit in der digitalen Verwaltung“. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern soll im Rahmen des Seminars das notwendige Rüstzeug für die Begleitung und Organisation des Übergangs von der analogen hin zu einer digitalen Verwaltung an die Hand gegeben werden.

Prof. Dr. Michael Koop, Präsident des NSI, hebt insbesondere die Praxisnähe der angebotenen Schulungen hervor: „Bereits bei der Konzeption wurde die erforderliche Praxisnähe berücksichtigt, indem neben dem intensiven Austausch zwischen Innenministerium, Spitzenverbänden, Kommunalem Kompetenzteam und NSI auf das Wissen zahlreicher digitalisierungserprobter Praktiker und Praktikerinnen zurückgegriffen wurde. Darüber hinaus wird die Veranstaltung stets von mehreren Dozierenden und kommunalen Experten im Team-Teaching-Ansatz begleitet.“

„Kernelement des gemeinsam entwickelten Konzepts ist nicht alleine die Befähigung dieser Akteure, sondern auch die Vernetzung bis hinein in den Austausch über die praktische Umsetzung. So werden die Digitallotsen ein wichtiges Bindeglied in der gemeinsamen OZG-Umsetzung. Wir freuen uns daher sehr, dass das Land unsere Anregung aufgegriffen hat", ergänzt Prof. Dr. Hubert Meyer, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistags, stellvertretend für die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens.

Das Veranstaltungskonzept des NSI soll auch für die Qualifizierung von Digitallotsen in der Landesverwaltung genutzt werden. Hierzu finden derzeit Abstimmungen mit dem Studieninstitut Niedersachsen (SIN), der landeseigenen Fortbildungseinrichtung, statt.


Artikel-Informationen

erstellt am:
04.03.2021

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