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Innenminister Pistorius besucht im Rahmen seiner Sommereise Landesaufnahmebehörde Osnabrück

Pistorius: „Wir sind mit unseren Konzepten, auch hinsichtlich des Kinderschutzes und der Partizipation der Bewohnerinnen und Bewohner, im bundesweiten Vergleich gut aufgestellt. Dennoch arbeiten wir daran, unsere Standards laufend weiterzuentwickeln“


Im Rahmen seiner Sommerreise hat der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, heute den Standort der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI) in Osnabrück besucht. Dieser ist einer von insgesamt sechs Standorten, an denen das Land geflüchtete Menschen erstunterbringt, bevor sie dann in der Regel in die Kommunen weiterverteilt werden.

Pistorius sagte: „Das Land Niedersachsen nimmt seine Verantwortung für die Erstaufnahme von Geflüchteten sehr ernst. Viele dieser Menschen haben auf der Flucht großes Leid erlebt und sind traumatisiert. Darum werden besonders schutzbedürftige Personen mit ihren jeweils individuellen Schutzbedarfen so früh wie möglich identifiziert. Mit dem laufend fortentwickelten Schutzkonzept trifft die Landesaufnahmebehörde umfassende Maßnahmen, um diese besonders vulnerablen Gruppen umfassend zu schützen. Wir sind mit unseren Konzepten, auch hinsichtlich des Kinderschutzes und der Partizipation der Bewohnerinnen und Bewohner, im bundesweiten Vergleich gut aufgestellt. Dennoch arbeiten wir daran, unsere Standards laufend weiterzuentwickeln.“

Ein neuer Baustein ist die Ergänzung des Schutzkonzeptes um präventive Maßnahmen, dazu zählen unter anderem weitere partizipative Strukturen in den Unterkünften. Dabei werden die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in die Gestaltung ihres Alltags einbezogen. Pistorius hat sich über den am Standort Osnabrück etablierten „BewohnerInnenbeirat“ informiert. Hier werden regelmäßig Wünsche, Anregungen, Ergänzungen und Informationen aufgenommen und für zukünftige Planungen berücksichtigt.

Die Erfahrungen aller Beteiligten mit den Beiräten sind sehr positiv. Das Gremium bietet die Möglichkeit, Bedarfe und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner zu bündeln, um sie unbürokratisch und auf direktem Weg mit den entsprechenden Bereichen besprechen zu können und auf schnellstmöglichem Weg Lösungen zu finden

Auch über das Thema Kinderschutz und Kinderrechte hat sich der Minister bei seinem Besuch informiert. Im Rahmen verschiedener Projekte hat die LAB NI unter anderem standardisierte Handlungsabläufe und Verfahren zum Kinderschutz erarbeitet sowie Konzepte entwickelt, um Eltern und Kinder in den Landesunterkünften mit Kinderrechten vertraut zu machen und sie in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu stärken. „Kinder haben ganz besondere Bedürfnisse. Deshalb ist es uns auch ein besonderes Anliegen, die Kinder und Jugendlichen ebenso in den Alltag und Abläufe mit einzubinden, genauso wie die Erwachsenen“, erklärt Standortleiterin Birgit Beylich. „Dafür arbeiten wir seit vielen Jahren auch mit Kooperationspartnern wie UNICEF zusammen, um den Kindern und Jugendlichen am Standort bestmöglich gerecht zu werden“, so Beylich weiter. Darüber hinaus geben speziell ausgebildete Kinderschutzbeauftragte Kindern mit ihren Belangen und Rechten bei allen Planungen und Gestaltungen eine Stimme.


Artikel-Informationen

erstellt am:
12.07.2022

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