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Gemeinsam aus der Vergangenheit lernen, um die Zukunft zu gestalten:

Polizei Niedersachsen unterzeichnet Kooperationsvertrag mit der Gedenkstätte Esterwegen


Landespolizeipräsident Axel Brockmann hat am heutigen Montag (4. Oktober 2021) gemeinsam mit dem Stiftungsvorstandsvorsitzenden der Gedenkstätte Esterwegen, Landrat Marc-André Burgdorf, einen Kooperationsvertrag geschlossen. Damit wird die bereits seit Jahren bestehende Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der Gedenkstätte weiter intensiviert und zukunftsfähig aufgestellt. Neben einer dauerhaften Sonderausstellung zur Polizei im Nationalsozialismus geht es dabei vor allem um Angebote in der Ausbildung von jungen Polizistinnen und Polizisten aber auch um die politische Bildungsarbeit für die gesamte Landespolizei.

„Die historische Bewusstseinsbildung in der Polizei mit der erinnerungskulturellen Arbeit der Gedenkstätte zu verbinden, ist ein wichtiger Baustein bei der Stärkung des demokratischen Selbstverständnisses der Polizeiangehörigen“, so Brockmann. Unterstrichen wurde die Bedeutung dieser Aussage zusätzlich durch die Anwesenheit aller niedersächsischen Polizeipräsidentinnen und Polizeipräsidenten sowie dem Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen. Diese waren im Rahmen einer zweitägigen Sonderbehördenleitertagung bereits vorher angereist und beschäftigten sich vor Ort intensiv mit den Möglichkeiten, die ihnen diese neue Kooperation bietet.

Durch die Renovierung eines Anbaus werden die Kapazitäten der Gedenkstätte Esterwegen derzeit deutlich erweitert. Neben ca. 600 qm zusätzlicher Ausstellungsfläche werden auch neue Seminarräume geschaffen. Nach Abschluss der Umbaumaßnahmen im Sommer 2022 sollen diese unter anderem für die Ausstellung „Ordnung und Vernichtung – Die Polizei im Nationalsozialismus“ genutzt werden. Die Rolle der Polizei, insbesondere auch ihre Verbindung zu den so genannten „Emslandlagern“, soll durch die Kooperation zukünftig noch besser erforscht werden.

„Durch die Kooperation können wir den Besucherinnen und Besuchern einen zusätzlichen Aspekt der Konzentrationslager und Strafgefangenenlager aufzeigen und gleichzeitig für unsere Forschung auf die Bestände und das Wissen der Forschungsstelle für Polizei- und Demokratiegeschichte der Polizeiakademie Niedersachsen zugreifen“, unterstreicht Landrat Burgdorf die Vorteile der zukünftigen Zusammenarbeit.

Artikel-Informationen

erstellt am:
04.10.2021

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