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Brand-, Katastrophen- und Zivilschutz in Niedersachsen

Brandschutz und Hilfeleistung ist in Niedersachsen originäre Aufgabe der Gemeinden im eigenen Wirkungskreis. Über 125.000 Feuerwehrmänner und -frauen, darunter mindestens 2.000 Berufsfeuerwehrleute, stehen dafür bereit. Das Hauptkontingent sind Freiwillige, die in den mehr als 3.200 Ortfeuerwehren organisiert sind. Für die Nachwuchsgewinnung haben die Freiwilligen Feuerwehren Jugendabteilungen eingerichtet, in denen knapp 30.000 Mädchen und Jungen auf den Feuerwehrdienst vorbereitet werden. Des Weiteren werden immer mehr Kinderfeuerwehren gegründet, in denen Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren spielerisch an die Feuerwehr herangeführt werden.

Der Katastrophenschutz hat die Aufgabe bei Großschadenslagen, die mit örtlichen Einsatzkräften nicht mehr beherrschbar sind, Kräfte und Mittel zu organisieren und die notwendigen überörtlichen Vernetzungen herzustellen. Die Einsatzkräfte bilden keine dauerhafte Einrichtung zur Notfallbeherrschung, sondern anlassbezogen werden sie unter dem Oberbegriff Katastrophenschutz zusammengefasst.

Zum Katastrophenschutz im engeren Sinne gehören insbesondere die privaten Hilfsorganisationen, die Feuerwehren und das THW. Im Ernstfall erstreckt sich die Organisation des Einsatzes auch auf viele andere Bereiche: Polizei, Bundespolizei, Bundeswehr, Rettungsdienst, private Unternehmer, sowie auf Spezialisten aus Wissenschaft und Technik.

Zuständig sind die Landkreise, die Region Hannover, die Kreisfreien Städte sowie die Städte Hildesheim und Cuxhaven.

Der Zivilschutz beinhaltet u.a. den Teil des Katastrophenschutzes, den der Bund mit eigenen Mitteln ausrüstet, um die Länder in die Lage zu versetzen, bei einer militärischen Auseinandersetzung, die besonderen Belange des Katastrophenschutzes im Verteidigungsfall sicherzustellen. Diese Doppelzuständigkeit resultiert einerseits aus der Zuständigkeit des Bundes für die Verteidigung und andererseits aus der Zuständigkeit der Länder für den Katastrophenschutz in Friedenszeiten. In der Praxis werden diese Aufgaben von den gleichen Einsatzkräften und Trägern erledigt.

Im Rahmen der Zuständigkeit der Landesregierung für Verteidigungsangelegenheiten kümmert sich das Innenministerium auch um die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und mit ausländischen Streitkräften. So werden insbesondere die Standortschließungen in Niedersachsen organisatorisch begleitet. Gleichzeitig sorgt sich das Innenministerium um die Schnittstellen zu allen militärischen Bereichen bis hin zur Zusammenarbeit im Katastrophenschutz und der Pflege von partnerschaftlichen Traditionen (z.B. Patenschaft des Landes zur Fregatte Niedersachsen oder Fahnenbandverleihungen).

Katastrophenschutz
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