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Kulturpreis Schlesien 2015 an Schauspielerin Kinga Preis und Schriftstellerin Sabrina Janesch

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat jetzt in seiner Funktion als Vorsitzender der Jury des Kulturpreises Schlesien die Preisträger bekannt gegeben. Der Hauptpreis geht an die polnische Schauspielerin Kinga Preis, die auch durch zahlreiche Rollen in Funk und Fernsehen zu einer der beliebtesten Schauspielerinnen in Polen zählt. Der weitere Hauptpreis wurde von der Jury an die in Gifhorn geborene Schriftstellerin Sabrina Janesch verliehen.

Der Sonderpreis geht in diesem Jahr an die Stiftung Bildungsstätte Muhrau, deren Initiatorin Melitta Sallai ist.

Der 1977 ins Leben gerufene Kulturpreis Schlesien dient der Würdigung von Künstlern, Wissenschaftlern oder Persönlichkeiten, die hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Literatur, bildenden Kunst oder der Musik geleistet haben. Sie stammen entweder selbst aus Schlesien oder ihr Werk weist Bezüge zu Schlesien auf. Die beiden Hauptpreise sind mit je 4.000 Euro und der Sonderpreis mit 3.000 Euro dotiert.

Kinga Preis, geb. am 31. August 1971 in Breslau, ist heute eine der prominentesten polnischen Kino- und Fernsehstars. Ihr Aufsehen erregendes Debüt gab sie 1994 am Breslauer Teatre Polskiin mit dem deutschen Märchendrama "Käthchen von Heilbronn". Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen für ihre filmischen Leistungen, darunter 2001 den Preis für die beste Schauspielerin des Jahres. Im Februar 2015 wurde sie für den prestigeträchtigen polnischen Filmpreis "Polskie Orly" für ihre Rolle im Spielfilm "Pod mocnym aniolem" (Zum starken Engel) nominiert. Seit 2010 ist sie Botschafterin der Stiftung Breslauer Kinderhospiz.

Die deutsch-polnische Schriftstellerin Sabrina Janesch, geb. 1985 in Gifhorn, studierte kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim und Polonistik an der Jagiellonen-Universität in Krakau. Die deutsch-polnische Abstammung der Autorin beeinflusste auch ihren literarischen Werdegang. In ihrem Debütroman "Katzenberge" schildert Sabrina Janesch das Schlesien der Nachkriegszeit aus ungewohnter Perspektive. Der Roman handelt von einer jungen Frau, die aus Anlass des Todes ihres Großvaters eine Reise nach Niederschlesien unternimmt, um die deutsch-polnischen Ursprünge ihrer Familie zu ergründen.

Die Sonderpreisträgerin ist die Stiftung Bildungsstätte Muhrau mit Melitta Sallai an der Spitze. Durch die Stiftung ist sie auf ihr früheres Familienschloss zurückgekehrt und betreibt heute eine Bildungsstätte, in der junge Polen und Deutsche gemeinsam wohnen und lernen. Auch wird dort ein Kindergarten betrieben. Die Stiftung und das Schloss sind heute ein Ort der Kultur und der deutsch-polnischen Begegnung.

Die Verleihung des Kulturpreises Schlesien 2015 findet am 5. September in Hannover, im Alten Rathaus, statt. Das Land Niedersachsen hat die Preisträger und Gäste zur Preisverleihung nach Hannover eingeladen.

Presseinformation
Artikel-Informationen

30.03.2015

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