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Zur Ankündigung der weiteren Aufnahme von Flüchtlingskindern von den griechischen Inseln

Pistorius: „Nach dem ersten Schritt folgt konsequenterweise endlich der zweite“


Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, begrüßt die Ankündigung von Bundesinnenminister Horst Seehofer zur Aufnahme weiterer Kinder und ihrer Familien aus den Flüchtlingslagern von den griechischen Inseln. „Ich bin froh, dass hier nach dem ersten Schritt konsequenterweise auch endlich der zweite folgt. Das ist ein wichtiges humanitäres Signal für die Kinder und auch an ganz Europa in einer besonderen Zeit“, so Boris Pistorius.


Der Bundesinnenminister hatte gestern (10. Juni 2020) angekündigt, 243 behandlungsbedürftige Kinder und ihre Familienangehörigen in Deutschland aufzunehmen. Bereits am 18. April waren 47 unbegleitete Kinder und Jugendliche aus Griechenland in Niedersachsen eingetroffen und hatten eine zweiwöchige Quarantäne im Landkreis Osnabrück verbracht, bevor sie auf andere Bundesländer und aufnahmebereite Kommunen in Niedersachsen verteilt wurden.


„Niedersachsen steht zu seiner humanitären Verantwortung und ist bereit, auch weitere Kinder und ihre Familien in Niedersachsen aufzunehmen“, so Pistorius. „Besonders freut es mich, dass auch die sechs Kinder, die im April wegen Erkrankungen nicht mitfliegen konnten, ebenfalls nachgeholt werden sollen. Ich erwarte, dass der Bund die Ankündigungen jetzt schnell umsetzt.“


Der Niedersächsische Innenminister hatte im Herbst vergangenen Jahres u. a. die griechische Ägäis-Insel Lesbos besucht und angesichts der desolaten Situation insbesondere im überfüllten Flüchtlingslager Moria eine Initiative zur Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen gestartet. Um Griechenland bei der schwierigen humanitären Lage auf den griechischen Inseln zu unterstützen und insbesondere die Situation der Kinder in den Hotspots zu verbessern, hatte der Koalitionsausschuss am 8. März 2020 beschlossen, im Rahmen eines europäischen Vorgehens mindestens 350 Minderjährige in Deutschland zur Durchführung des Asylverfahrens aufzunehmen. Insgesamt haben sich inzwischen 12 EU-Mitgliedstaaten hierzu bereit erklärt. Bislang haben davon Luxemburg 12 und Deutschland 47 Minderjährige aufgenommen.

Artikel-Informationen

11.06.2020

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