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Neuer CIO in Niedersachsen: Dr. Horst Baier ist IT-Bevollmächtigter der Landesregierung

Dr. Horst Baier hat die Position des IT-Bevollmächtigten der Landesregierung in Niedersachsen übernommen. Als CIO (Chief Information Officer) leitet Baier seit dem 20. März 2020 die neu eingerichtete Stabsstelle „Informationstechnik der Landesverwaltung“ im Nds. Ministerium für Inneres und Sport. Zu seinen Aufgaben zählen im Wesentlichen die Bereiche Verwaltungsmodernisierung, IT-Strategie und E-Government, Informations- und Cybersicherheit sowie IT-Infrastruktur.

Baier bringt umfangreiche Erfahrungen mit Organisations- und IT-Projekten sowie ein breites Netzwerk aus verschiedenen beruflichen Stationen in den Städten Braunschweig, Salzgitter und Osnabrück mit. Zuletzt war der 57-Jährige Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück, die als eine der ersten Gemeinden in Niedersachsen ein digitales Portal für Verwaltungsdienstleistungen in Betrieb genommen hat. Die Besetzung der Stelle mit einem kommunalen Praktiker soll ein deutliches Signal aussenden, dass die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung nur gemeinsam mit den Kommunen gelingen kann. „Ich freue mich auf die spannende Aufgabe und die damit verbundenen Herausforderungen“, sagt Baier.

Die zunehmende Bedrohung aus dem Cyberraum verlangt ein entschiedenes und konsequentes Handeln, um die Informationssicherheit und damit die ununterbrochene Funktions- und Handlungsfähigkeit der Landesverwaltung zu gewährleisten.

Aufgebaut werden soll deshalb ein zentrales Cyberabwehrzentrum, das verschiedene Funktionen der Beratung und Steuerung übernimmt, welche bislang auf unterschiedliche Stellen verteilt sind. Es wird ein IT-Notfallmanagement installiert, das von der beziehungsweise dem IT-Bevollmächtigten der Landesregierung koordiniert wird. So können Angriffe aus dem Netz zukünftig noch effektiver bekämpft und etwaige Schäden noch schneller beseitigt werden.

Baier übernimmt seine neue Funktion inmitten der Corona-Krise unter erschwerten Bedingungen für die Einarbeitung. Seine neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat er bislang überwiegend über Telefon- oder Videokonferenzen kennengelernt. Das Bürogebäude des Innenministeriums ist weitestgehend verwaist, da die IT des Landes Niedersachsen in einer enormen Kraftanstrengung Homeoffice für 16.000 Beschäftigte möglich gemacht hat. „Die Corona-Krise bringt einen Schub in der Digitalisierung und in der Akzeptanz von Homeoffice und Videokonferenzen“, sagt Baier.

Für Baier ist es eine spannende Erfahrung, wie eine Verwaltung in der Krise ohne räumliche Präsenz mit Hochdruck weiterarbeitet und dabei moderne IT nutzt. Eines der wichtigsten Ziele des Landes Niedersachsen ist es, in Zusammenarbeit mit den Kommunen die Digitalisierung voranzutreiben und in den nächsten Jahren möglichst viele Dienstleistungen im Netz anzubieten. Den Rahmen dafür setzt das Onlinezugangsgesetz (OZG). Es verpflichtet Bund und Länder, bis spätestens 2022 ihre Verwaltungsleistungen auch elektronisch über Verwaltungsportale anzubieten. Die Umsetzung von digitalen Angeboten im Netz ist anspruchsvoll, auch weil in Deutschland sehr viele und komplizierte Gesetze zu digitalisieren sind und diese teilweise von Bundesland zu Bundesland variieren. Eine enge Abstimmung mit anderen Bundesländern ist notwendig, um einen Flickenteppich zu vermeiden. Baier wird daher das Land Niedersachsen auch in bundesweiten Gremien wie dem IT-Planungsrat vertreten.

Artikel-Informationen

09.04.2020

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