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Kulturpreis Schlesien 2022: Jurysitzung erstmals wieder in Präsenz - Preisträgerinnen ausgewählt

Pistorius: „Wir freuen uns auf die Preisverleihung Ende September in Oldenburg“


Die Jurymitglieder des Kulturpreises Schlesien haben sich bereits am 09.05.2022 unter dem Vorsitz des Niedersächsischen Ministers für Inneres und Sport, Boris Pistorius, in Berlin getroffen, um die Preisträgerinnen und Preisträger des Jahres 2022 zu bestimmen. Die Jurysitzung fand erstmals wieder in Präsenz statt, nachdem die Sitzung in 2020 Corona-bedingt ausfallen musste und im vergangenen Jahr digital stattgefunden hat.

Zugleich wurde auch der Termin für die Preisverleihung festgelegt: Am 24.09.2022 sollen die Preisträgerinnen und Preisträger ausgezeichnet werden. Die Preisverleihung wird in diesem Jahr im Oldenburger Staatstheater stattfinden.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagte: „In diesen Tagen fällt es angesichts des andauernden Kriegs in der Ukraine schwer, an so etwas wie eine Preisverleihung überhaupt zu denken. Die Auswirkungen treffen zu aller erst die Ukrainerinnen und Ukrainer, aber auch in dem direkten Nachbarland Polen und in Deutschland bewegt dieser Krieg die Menschen täglich. Der Kulturpreis Schlesien hat in seiner über 40-jährigen Geschichte dazu beigetragen, Brücken zwischen den Völkern zu bauen – getragen von den Menschen in Polen und Deutschland. Und dabei nehmen ganz besonders die Menschen eine wichtige Rolle ein, die sich in Kunst und Kultur für den Austausch und die Vertiefung der beiderseitigen Beziehungen einsetzen. Auch in diesem Jahr ist es der Jury gelungen, wirklich verdiente Persönlichkeiten als Preisträgerinnen zu bestimmen. Ich freue mich bereits jetzt auf die Preisverleihung Ende September in Oldenburg!“

Cezary Przybylski, Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien, sagte: „In der gegenwärtigen Situation, in der die ungerechtfertigte militärische Aggression Russlands gegen eine unabhängige und demokratische Ukraine jahrhundertealte Kulturgüter und das Schaffen von Generationen von Künstlerinnen und Künstler im Nachbarland zerstört, ist es umso wichtiger, das zu pflegen, was uns so wertvoll und kostbar ist - unsere Traditionen, unser Erbe sowie unsere Künstlerinnen und Künstler, die diese Kultur schaffen. Ich freue mich, dass wir die Gelegenheit haben, sie zu würdigen und unsere Wertschätzung gegenüber Menschen und Institutionen auszudrücken, die durch ihre Aktivitäten zur Bildung schlesischer Identität beitragen.“

Gleich zu Beginn der Jurysitzung am 09.05.2022 begrüßte Minister Pistorius ein neues Mitglied: Herr Paweł Gronow, I. Botschaftsrat und Geschäftsträger a.i. der Botschaft der Republik Polen in Berlin, wird zukünftig in der Jury vertreten sein.

In der Sitzung hatten die Jurymitglieder aus insgesamt acht Vorschlägen die Preisträgerinnen und Preisträger zu bestimmen. Nach ausführlicher Diskussion und zahlreichen Wortmeldungen wurden die beiden Hauptpreisträgerinnen gewählt: Agnieszka Ostapowicz, eine Geigerin und Musikmanagerin, und die Kunsthistorikerin Frau Dr. Beate Störtkuhl.

Für den Sonderpreis lagen ebenfalls mehrere Vorschläge vor. Nachdem auch hier die einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten ausführlich begründet wurden, fiel die Wahl letztlich auf Frau Dr. Ingrid Hartmann, Eigentümerin und Schöpferin des neuen Konzepts rund um das Schloss Pakoszów bei Jelenia Góra.

Zum Hintergrund:

Der Kulturpreis Schlesien wird im jährlich wechselnden Turnus in Niedersachsen oder in Niederschlesien verliehen. Im vergangenen Jahr wurden die Preisträgerinnen und Preisträger der Jahre 2020 und 2021 in Breslau/Wrocław ausgezeichnet. Die diesjährige Preisverleihung findet am 24.09.2022 in Oldenburg statt, nachdem der Kulturpreis Schlesien 2019 im Wolfenbüttel verliehen wurde.


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Jurymitglieder

Artikel-Informationen

erstellt am:
15.06.2022
zuletzt aktualisiert am:
20.06.2022

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