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Flucht und Vertreibung verbindlich im Unterricht

Landesbeauftragter Götz: Jede dritte hat Familie in unserem Land hat einen Vertriebenenbezug


HANNOVER. Flucht und Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten werden mit Beginn des neuen Schuljahres in den allgemeinbildenden Schulen des Landes Niedersachsen verbindliches Unterrichtsthema. Der Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Rudolf Götz, MdL, zeigte sich mit dieser Entscheidung der Kultusministerin sehr zufrieden. Götz: "Ich habe mich bereits seit längerer Zeit für die verbindliche Berücksichtigung dieses Themas im Unterricht eingesetzt. Die Erlebnisgeneration der Vertriebenen wird kleiner. Es ist wichtig die Erinnerung an die schweren Nachkriegsjahre wach zu halten."

Der Landesbeauftragte erinnerte daran, dass Niedersachsens Wiederaufbau nach dem Krieg vor allem durch das Engagement der Heimatvertriebenen ermöglicht wurde. 1,2 Millionen von ihnen kamen in das neu gegründete Land der britischen Zone. Die meisten von ihnen waren Schlesier. Götz, der selbst schlesische Eltern hat: "Heute hat jede dritte Familie in unserem Land einen Vertriebenenbezug. Viele junge Menschen aus der Enkel- und Urenkelgeneration wollen Einzelheiten über die schweren Jahre nach dem Krieg wissen. Nur mit diesem Hintergrund sind das Werden der Bundesrepublik und die Aufbauleistung der Niedersachsen zu verstehen."

Presseinformationen Bildrechte: Land Niedersachsen

Artikel-Informationen

erstellt am:
13.08.2008
zuletzt aktualisiert am:
20.05.2010

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