Schünemann: Brandschutz in Niedersachsen ist leistungsstark und zuverlässig

Jahresbericht der Niedersächsischen Feuerwehren 2009


HANNOVER. „Die Feuerwehrstatistik für das Jahr 2009 belegt die Leistungsstärke und Zuverlässigkeit der Feuerwehren in Niedersachsen“, sagte Innenminister Uwe Schünemann am Montag in Hannover. Der Innenminister bedankte sich bei allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Brandschützerinnen und Brandschützer für ihr Engagement die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen.

Nach Angaben Schünemanns ist die Anzahl der Brände im Jahr 2009 um sechs Prozent gestiegen. Drei von vier Bränden sind - wie in den Vorjahren auch - Entstehungs- und Kleinbrände. „Durch unser effektives flächendeckendes Feuerwehrwesen mit schnellem adäquatem Eingreifen werden viele mögliche Großbrände bereits in der Entstehungsphase erstickt.“ Die Anzahl der Hilfeleistungen habe sich etwa auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Glücklicherweise hat uns im Jahr 2009 kein größeres Naturereignis getroffen. Insgesamt ist ein leichter Anstieg der Einsatztätigkeiten gegenüber dem Vorjahr um ca. 2,2 Prozent zu verzeichnen.

Die Zahl der ehrenamtlichen niedersächsischen Brandschützerinnen und Brandschützer ist im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 595 auf insgesamt 127.160 Mitglieder leicht gestiegen, sagte Schünemann. „Dieser positive Effekt resultiert auch aus dem steigenden Interesse weiblicher Brandschützerinnen. Ein Zuwachs um 418 Brandschützerinnen auf insgesamt 12.084 lässt den Frauenanteil auf 9,5 Prozent anwachsen.“

Der Innenminister betonte, dass Feuerwehrleute zur effektiven Brandbekämpfung auch tagsüber schnell verfügbar sein müssen. Hier wird die Bewegungsfreiheit von ehrenamtlichen Feuerwehrleuten zunehmend eingeschränkt. „Immer mehr Unternehmen üben Druck auf ihre Beschäftigten aus, nicht zum Brandeinsatz zu fahren.“ Schünemann kündigte Schreiben an die Arbeitgeberverbände, die kommunalen Spitzenverbände und an Landtagsabgeordnete an, um auf das Problem aufmerksam zu machen. „Wirt müssen dieser Tendenz massiv entgegentreten, sonst ist der Brandschutz in Niedersachsen gefährdet“, sagte Schünemann.

Die Zahl der Ortsfeuerwehren habe sich um sechs gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 3.356 selbstständige Feuerwehreinheiten verringert, so der Minister. 32.353 Jugendliche waren 2009 in 1.949 Jugendfeuerwehren aktiv. Eine Abnahme von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Erfreulicherweise ist im letzten Jahr die Anzahl der Kinder in den Kinderfeuerwehren um 514 auf 4.005 gestiegen. Das frühzeitige spielerische Erleben von Feuerwehr im Tiegel der Angebote unserer Gesellschaft ist ein Baustein zur zukünftigen Sicherung unseres Feuerwehrwesens.“

Die Anzahl der hauptamtlichen Brandschützer in den zehn Berufsfeuerwehren und drei hauptamtlichen Wachbereitschaften ist im Jahr 2009 leicht angestiegen auf 2.106.

In Werken mit besonderem Gefährdungspotential sind 102 Werkfeuerwehren mit 3.809 neben- und 703 hauptberuflichen Brandschützerinnen und Brandschützern eingerichtet. Ein leichter Rückgang um drei Werkfeuerwehren ist zu verzeichnen.

Schünemann unterstrich die Bedeutung und Notwendigkeit guter Ausbildung und Fortbildung. Die niedersächsische Landesfeuerwehrschule mit den beiden Standorten Celle und Loy habe auch im letzten Jahr einen wesentlichen Teil zur Leistungsfähigkeit des niedersächsischen Feuerwehrwesens beigetragen.

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erstellt am:
09.08.2010

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