31. Verleihung des Kulturpreises Schlesien

Schünemann: Symbol für ein partnerschaftliches Miteinander


LIEGNITZ. Niedersachsens Minister für Inneres, Sport und Integration, Uwe Schünemann, hat den 31. Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen verliehen. Schünemann sagte am Sonnabend in der Ritterakademie im schlesischen Liegnitz, der Kulturpreis habe sich in den vergangenen Jahren zu einem Symbol für ein partnerschaftliches Miteinander zwischen Polen und Deutschen entwickelt. "Der Kulturpreis ist im besten Sinne ein Begegnungspreis geworden, der jedes Jahr Menschen aus Deutschland und Polen zusammenführt."

Die diesjährigen Preisträger sind der Musikwissenschaftler, Professor Dr. Hubert Unverricht, die Bildhauerin Anna Malicka-Zamorska und die literarische Zeitschrift "die horen", vertreten durch ihren Chefredakteur Johannes P. Tammen (Sonderpreis). Die beiden Hauptpreise sind mit je 4000 Euro und der Sonderpreis mit 3000 Euro dotiert. Der Preisverleihung wohnten mehr als 450 Gäste bei, unter ihnen 165 Gäste aus Deutschland.

Der 1977 ins Leben gerufene Kulturpreis Schlesien dient der Würdigung von Künstlern, die entweder selbst aus Schlesien stammen oder deren Werk Bezüge zu Schlesien aufweist. Der Preis der jedes Jahr an einem anderen Ort abwechselnd in Niederschlesien und Niedersachsen verliehen wird ist ein wichtiger Bestandteil der deutsch-polnischen Freundschaft.

Herr Professor Dr. Hubert Unverricht, der in Liegnitz geboren wurde, hat sich in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit in Forschung und Lehre vor allem der schlesischen und besonders der Liegnitzer Musiktradition angenommen. Unverricht hat sich durch den vierten Band der "Liegnitzer Lebensbilder des Stadt- und Landkreises" besonders hervorgetan.

Frau Anna Malicka-Zamorska, geboren in Lubin-Wielki, ist seit mehr als drei Jahrzehnten an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Breslau tätig. Als Bildhauerin überzeugt sie mit ihren Kunstwerken, die zumeist aus Porzellan und Steingut gefertigt sind. Besonders erwähnenswert ist ihre internationale Werkstatt, in der Künstler aus verschiedensten Ländern an alten schlesischen Produktionsstätten zusammengeführt werden.

Herr Johannes P. Tammen nimmt als Chefredakteur den Sonderpreis 2008 für die Redaktion der literarischen Zeitschrift "die horen" entgegen. Die 1955 in Hannover gegründete Zeitschrift veröffentlicht regelmäßig Dichtkunst polnischer Autorinnen und Autoren. In diesem Kontext sind "die horen" seit Jahren auch Plattform für Dichter und Autoren, die mit dem Kulturpreis Schlesien ausgezeichnet wurden.

Presseinformationen Bildrechte: Land Niedersachsen

Artikel-Informationen

erstellt am:
06.09.2008
zuletzt aktualisiert am:
20.05.2010

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