Wechsel an der Spitze des Landeskriminalamtes
Schünemann führt Uwe Kolmey als neuen LKA-Direktor in sein Amt ein
HANNOVER. An der Spitze des Landeskriminalamtes Niedersachsen hat es einen Wechsel gegeben: In einer Feierstunde führte Innenminister Uwe Schünemann am Donnerstag in Hannover Uwe Kolmey in das Amt des LKA-Direktors ein. Kolmey tritt damit die Nachfolge von Rüdiger Butte an, der am 1. August seine Arbeit als hauptamtlicher Landrat des Kreises Hameln-Pyrmont aufnehmen wird, und den der Innenminister in der Feierstunde aus dem Polizeidienst verabschiedete.
Schünemann sagte, mit Rüdiger Butte, dessen Berufsweg in gut 31 Dienstjahren vom Kriminalwachtmeister bis zum landesweit ranghöchsten Kriminalitätsbekämpfer geführt habe, verlasse eine herausragende Führungskraft die niedersächsische Polizei. Butte habe diese Polizei über Jahre in verschiedenen verantwortlichen Positionen mitgestaltet und nicht unerheblich mit seiner Handschrift geprägt. Der gute Ruf des LKA innerhalb und außerhalb Niedersachsens sei auch sein ganz persönlicher Verdienst.
Der Innenminister betonte, Buttes Nachfolger Uwe Kolmey übernehme eine überaus leistungsfähige Behörde, an deren Arbeit als Zentralstelle für Verbrechensbekämpfung auch in Zukunft hohe Erwartungen geknüpft würden. Das LKA stehe unmittelbar vor einer internen Umstrukturierung. In Kürze sollen insbesondere die Bereiche Analyse, Prävention und Er-mittlungen enger zusammengeführt und so die Voraussetzungen für eine ganzheitliche Kriminalitätsbekämpfung weiter verbessert werden. Ziel sei es, die aktuellen aufgabenbezogenen Schwerpunkte fortzuführen, wobei für das Landeskriminalamt die Aspekte Qualitätssicherung sowie die Be-kämpfung des islamistischen Terrorismus mit an vorderster Stelle stünden.
Schünemann lobte Kolmey als einen Mann mit außergewöhnlichen Führungs- und Managementfähigkeiten, die er nicht zuletzt als Verantwortlicher für die Umstrukturierung der niedersächsischen Polizei unter Beweis gestellt habe. Die neue Organisation der Landespolizei und ihre strategische Ausrichtung trügen maßgeblich Kolmeys Handschrift. Schünemann: "In Zeiten der Veränderungen, in denen in der Polizei eine große Aufbruchstimmung herrschte, aber auch zwangsläufig ein gewisses Maß an Verunsicherung, haben Sie mit dafür gesorgt, dass die Polizei einen klaren Kurs hält."
Uwe Kolmey hat eine Vielzahl von Führungsfunktionen in der niedersächsischen Landespolizei wahrgenommen, in die er 1975 eingetreten ist. Zuletzt war er Leiter des Referates "Zentrale Aufgaben" im Landespolizeipräsidium und gleichzeitig Landespolizeivizepräsident. Als Leiter einer Arbeitsgruppe hat er für den Innenminister maßgeblich das Konzept zur Umorganisation der Polizei erarbeitet, das Ende des Jahres 2004 umgesetzt wurde. Kolmey ist 49 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Er wohnt in Asel in der Nähe von Hildesheim.
Artikel-Informationen
erstellt am:
07.07.2005
zuletzt aktualisiert am:
20.05.2010
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