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erstellt am:
30.07.2026
Behrens: „Die aktuellen Bilder aus den betroffenen Gebieten sind erschreckend. Selbstverständlich unterstützen wir Spanien in dieser Situation mit unseren speziell für solche Einsätze geschulten Feuerwehrleuten und den entsprechenden Fahrzeugen“
Im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der EU (UCPM) hat Spanien um Unterstützung bei der Bekämpfung der aktuellen Waldbrände mit Fahrzeugen (Ground Forest Firefighting using vehicles = GFFF-V-Module) für einen Einsatz an verschiedenen Orten in Spanien gebeten.
Das dafür notwendige Personal von insgesamt neun Einsatzkräften ist aus der niedersächsischen GFFF-V-Einheit aus den Landkreisen Celle und Heidekreis zusammengestellt worden. Hierzu zählt auch ein Teileinheitsführer, entsandt durch das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK).
Das niedersächsische Einsatzkontingent ist um 09.00 Uhr (30.07.2026) vom NLBK in Celle in Richtung Frankreich aufgebrochen. Dort wird es sich im Großraum Paris mit den Kräften aus NRW zusammenschließen. Nach der Zusammenführung wird die Fahrt gemeinsam in Richtung Spanien fortgesetzt.
Die Niedersächsische Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, sagt: „Die aktuellen Bilder aus den betroffenen Gebieten in Südeuropa sind erschreckend. Die Einsatzkräfte vor Ort leisten unglaubliches. Selbstverständlich unterstützen wir Spanien in dieser Situation mit unseren speziell für solche Einsätze geschulten Feuerwehrleuten und den entsprechenden Fahrzeugen. Bedauerlicherweise sorgen die Veränderungen durch den Klimawandel für immer mehr solcher Katastrophenschutzeinsätze. Umso wichtiger ist es, dass wir innerhalb der EU unterstützen und Seite an Seite in solchen Lagen für den Schutz der Menschen und deren Hab und Gut kämpfen. Ich wünsche allen Einsatzkräften viel Erfolg und alles Gute. Kommen Sie gesund zurück.“
Seit Tagen herrschen in Spanien heftige Vegetationsbrände. Insgesamt sind ca. 80.000 Hektar Fläche verbrannt. Rund 50 Gebäude wurden zerstört, weitere 50 schwer beschädigt. Der Vegetationsbrand bei Valencia (La Vall d'Uixó) hat sich auf eine Fläche von ca. 10.000 Hektar ausgeweitet. Auf dieses Hilfeleistungsersuchen hin hat das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) über das GMLZ sein GFFF-V-Modul verfügbar gemeldet. Aufgrund bestehender Absprachen unterstützt Niedersachsen das GFFF-V-Modul DE1 aus NRW mit neun Einsatzkräften, zwei Tanklöschfahrzeugen vom Typ CCFM 3000 (Camion citerne feux de forêts de classe M – Waldbrandtanklöschfahrzeug Kategorie M) und einem Mannschaftstransportwagen (MTW).
Die Einsatzleitung des GFFF-V-Modul DE 1 liegt bei NRW. Der genaue Einsatzort der Kräfte aus Niedersachsen und NRW wird derzeit noch mit den spanischen Behörden abgestimmt.
Der Einsatz in Spanien ist nach aktuellem Stand auf 14 Tage ausgelegt.
Foto- und Videomaterial der niedersächsischen Einsatzkräfte und Fahrzeuge stehen zur Verfügung.
Informationen zu den niedersächsischen GFFF-V-Einheiten sind abrufbar unter www.nlbk.niedersachsen.de
Die weitere Pressearbeit erfolgt federführend durch die Feuerwehr Bonn.