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erstellt am:
03.06.2026
Behrens: „Das Zusammenspiel aller Expertinnen und Experten mit dem operativen Bereich des KBD ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Kampfmittelbeseitigung“
Im Rahmen der Gefahrenabwehr und zur Herstellung der Baugrundsicherheit hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) im Jahr 2025 bei 1.349 Einsätzen insgesamt rund 232 Tonnen an Kampfmitteln aus der Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges geborgen und entsorgt. Davon wurden rund 37 Tonnen in der niedersächsischen Nordsee sichergestellt. Dies geht aus dem aktuellen Jahresbericht des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Niedersachsen hervor. Im vorherigen Berichtsjahr waren es rund 221 Tonnen Kampfmittel, die in 1.216 Einsätzen unschädlich gemacht wurden. Die Zahl der nicht transportfähigen Blindgänger befindet sich weiterhin auf hohem Niveau: Im Jahr 2025 musste bei 74 Einsätzen alte Munition direkt vor Ort gesprengt werden.
2025 wurden zudem 5.764 Anträge auf Kriegsluftbildauswertung für beabsichtigte Bauvorhaben bearbeitet und ausgewertet, was erneut einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zeigt. Die Zahl der eingegangenen Anträge auf Kriegsluftbildauswertung ist dabei parallel im Vergleich zum Vorjahr von 4.976 auf 5.292 gestiegen.
Die Niedersächsische Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, sagt: „Wie die Auswertung des aktuellen Berichts zeigt, liegen im niedersächsischen Boden noch immer große Mengen an Kampfmitteln verborgen. Aus diesem Grund bleibt der KBD für die Sicherheit der Bevölkerung unseres Bundeslandes auch weiterhin unverzichtbar. Jeden Tag lokalisiert er gefährliche Sprengkörper und entschärft diese dank der hohen Fachkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort. Das Zusammenspiel aller Expertinnen und Experten mit dem operativen Bereich des KBD ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Kampfmittelbeseitigung. Ich bedanke mich bei allen, die dazu einen Beitrag leisten. Sie leisten großartige Arbeit, zum Teil unter erheblichem Risiko für die eigene Gesundheit.“
Dieses Risiko spiegelt sich im Jahresbericht wider: Auch 2025 kam es zu Zwischenfällen mit Brandbomben, bei denen Personenschäden - trotz aller getroffenen Arbeitsschutzmaßnahmen auch bei Mitarbeitenden des KBD selbst - verzeichnet wurden. Es gilt daher unbedingt zu beachten: Auch von alter Munition geht heute noch eine erhebliche Bedrohung aus – durch Alterungsprozesse und Korrosionseinwirkungen wird die Gefahr einer plötzlichen Explosion, von Bränden oder dem Austritt von giftigen Gasen oftmals sogar noch erhöht. Daher ist immer wieder darauf hinzuweisen, dass die Gefährlichkeit der Kampfmittel aus der Zeit der beiden Weltkriege nicht abnimmt.
Weitere Informationen zum Jahresbericht und den Statistiken finden Sie hier.
Den Internetauftritt des KBD finden Sie unter: www.lgln-kbd.niedersachsen.de