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Erster Flug des Jahres aus Griechenland: Behandlungsbedürftige Kinder mit ihren Familien sowie bereits als schutzberechtigt Anerkannte landen in Hannover

Pistorius: „Gutes und wichtiges Signal der Humanität, dass wir auch 2021 unser Engagement fortsetzen“


Mit dem ersten Flug des Jahres 2021 am heutigen Mittwoch (03.02.2021) wird die Aufnahme von Geflüchteten aus Griechenland fortgesetzt. An Bord der Maschine aus Athen, die am Vormittag in Hannover-Langenhagen landete, waren insgesamt 42 Personen, die zum Kreis der international Schutzberechtigten aus Griechenland gehören. Diese werden größtenteils für die nächsten Tage zentral im Grenzdurchgangslager Friedland der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen aufgenommen, bevor sie auf mehrere Bundesländer verteilt werden. In Niedersachsen verbleiben neun Personen aus Syrien.

„Es ist ein gutes und wichtiges Signal der Humanität, dass wir auch in diesem Jahr die Aufnahme aus Griechenland fortsetzen“, so Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius. „Die Zustände insbesondere auf Lesbos sind nach wie vor katastrophal. Auch deswegen dürfen wir nicht dabei nachlassen, schutzbedürftigen Menschen zu helfen, gerade jetzt bei den teils frostigen Temperaturen.“

Nach dem Brand des Flüchtlingslagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos im Herbst vergangenen Jahres hatte die Bundesregierung zugesagt, 1553 bereits in Griechenland als schutzberechtigt anerkannte Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. Niedersachsen wird nach einem zwischen Bund und Ländern abgestimmten Verteilkonzept insgesamt 209 Personen aus diesem Kontingent aufnehmen, die dann in niedersächsischen Kommunen ein neues Zuhause finden.

Seit dem Frühjahr 2020 hatte Deutschland in enger Absprache mit den Bundesländern sowie den internationalen und europäischen Institutionen (IOM, UNHCR, EASO) unbegleitete Minderjährige, dann behandlungsbedürftige Kinder mit ihren Familienangehörigen aus dem griechischen Flüchtlingslagern nach Deutschland ausgeflogen, damit diese hier ihr Asylverfahren durchlaufen können. Minister Pistorius setzt sich seit einem zweiten Besuch auf der Insel Lesbos im Herbst 2019 insbesondere für die Aufnahme besonders schutzbedürftiger Kinder ein. Im März 2020 hatte dann die Bundesregierung beschlossen, sich im Rahmen einer europäischen Koalition bei der Aufnahme von Flüchtlingskindern von den griechischen Inseln zu engagieren.

Nach dem Brand von Moria hatte die Bundesregierung entschieden, in einem dritten Schritt ein Kontingent von bereits in Griechenland als schutzbedürftig anerkannten Personen in Deutschland aufnehmen. Anders als bei den unbegleiteten Minderjährigen und den behandlungsbedürftigen Kindern mit ihren Familienangehörigen sind hier die Asylverfahren bereits abgeschlossen, und die Personen erhalten unmittelbar eine Aufenthaltserlaubnis.

Artikel-Informationen

erstellt am:
03.02.2021

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