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Online-Wache Niedersachsen freigeschaltet

Schünemann: „bürgernah und online“ – Polizei verbessert Service


HANNOVER. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann hat am Montag die Online-Wache der Polizei in Niedersachsen freigeschaltet. "Mit diesem zusätzlichen Internet-Angebot wird der Service der Polizei für den Bürger entscheidend verbessert, um insbesondere eine zusätzliche Möglichkeit zur Anzeigen- und Hinweiserstattung bei den Polizeidienstellen anbieten zu können", sagte Schünemann in Hannover. Ein solcher Service könne dazu beitragen, den Bürgerinnen und Bürgern beziehungsweise den Opfern von Straftaten den ersten Schritt zur Polizei zu erleichtern, gegebenenfalls vorhandene Berührungsängste oder Hemmschwellen abzuschwächen. "Die Online Wache ist ein zeitgemäßes, zusätzliches Angebot, um mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu treten. Es ersetzt jedoch nicht, insbesondere in Not- und Gefahrensituationen, den Notruf 110", so der Innenminister.

"Die Online-Wache ist die konsequente Umsetzung eines klaren strategischen Ziels der Niedersächsischen Landesregierung zur Realisierung eines leistungsfähigen eGoverments", sagte Schünemann. Die Strategie liege unter anderem darin, alle online-geeigneten Dienstleistungen der Landesverwaltung zu identifizieren und optimierte Online-Verfahren für den Bürger bereit zu stellen. Aus diesem Grund sei es der richtige Weg, die bereits bestehenden Internet-Angebote der Polizei zu kanalisieren.

Die Online-Wache der Polizei bietet dem Bürger durch die Bereitstellung von spezifischen Formularen die Möglichkeit, der Polizei gezielt Informationen unter anderem zu strafbaren Sachverhalten zu übermitteln. Das Serviceangebot umfasst: Die Erstattung von Anzeigen, die Meldung von strafrechtlich relevanten Inhalten im Internet, die Abgabe von Hinweisen, die Äußerung von Dank und Kritik und die reine Kontaktaufnahme.

Anhand der Angaben zum Tatort (Ortsname) werden Anzeigen und Meldungen von strafrechtlich relevanten Inhalten im Internet vom System automatisch an die zuständige Polizeiinspektion beziehungsweise an die Lage- und Führungszentrale der Polizeidirektion weitergeleitet. Wurde zum Tatort keine Angabe gemacht, wird auf die freiwilligen, persönlichen Daten zum Nutzer zurückgegriffen. Ist aufgrund fehlender Eintragungen keine Zuordnung möglich, werden die Anzeigen an das Lage- und Informationszentrum des Landeskriminalamtes Niedersachsen weitergeleitet.

Die Daten, die der Nutzer eingibt, werden verschlüsselt an die Polizei übermittelt und sind auf diese Weise vor dem Zugriff unbefugter Dritter geschützt. Die Verarbeitung der personenbezogenen Daten erfolgt gemäß den datenschutzrechtlichen Bestimmungen des Niedersächsischen Gesetztes über die Sicherheit und Ordnung, der Strafprozessordnung beziehungsweise des Niedersächsischen Datenschutzes.

"Die Erfahrungen in neun weiteren Bundesländern haben gezeigt, dass sich die Befürchtungen, wonach mit einem hohen Aufkommen von anonymen Anzeigen und Missbräuchen aller Art zu rechnen sei, nicht bestätigt haben. Die Auswertungen belegen dagegen, dass der Bedarf an einem derartigen Service vermehrt in Anspruch genommen wird", sagte Schünemann.

Aus diesem Grund wurde bei der Online-Wache Wert auf eine gute Zugänglichkeit gelegt. Die Richtlinien zur Barrierefreiheit wurden umfänglich berücksichtigt. Insbesondere für Sehbehinderte sind andere Schriftgrößen und Farben im Programm anwählbar.

Unter dem bereits seit 1997 bestehenden Onlineportal www.polizei.niedersachsen.de ist die Online-Wache Niedersachsen integriert und 365 Tage im Jahr erreichbar. Die Online-Wache wurde nach einer intensiven Auswertung bereits bestehender Angebote innerhalb von 4 Monaten vom Polizeiamt für Technik und Beschaffung, einer Dienststelle der Zentralen Polizeidirektion, technisch realisiert.

Presseinformationen Bildrechte: Land Niedersachsen

Artikel-Informationen

erstellt am:
26.02.2007
zuletzt aktualisiert am:
20.05.2010

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