Nds. Ministerium für Inneres und Sport klar

Sportveranstaltungen und Sicherheit

Die Sicherheit von nationalen und internationalen Fußballspielen wird immer wieder durch gewalttätige Hooligans beeinträchtigt.

Das ist nicht zuletzt durch die schweren Verletzungen eines französischen Gendarms im Zuge von Auseinandersetzungen mit deutschen Hooligans während der Fußball-WM 1998 in Frankreich und tödlichen Verletzungen zweier britischer Hooligans, die im Verlauf von Gewalttätigkeiten zwischen türkischen und englischen Hooligans im Vorfeld eines UEFA-Cup-Spiels im April 2000 in der Türkei erstochen wurden, deutlich geworden.

Vielfach begründet die prognostizierte Zuschauerzahl und das zurechenbare Störerpotenzial zu einzelnen Spielen ein Mindeststandard an polizeilichen Einsatzmaßnahmen, um Auseinandersetzungen zu vermeiden. Statistische Erhebungen über Spiele niedersächsischer Vereine in den Bundes- und der Regionalliga haben gezeigt, dass durch den Einsatz von mehr als 9000 Beamten in der Saison 2000/2001 erhebliche betriebswirtschaftliche Kosten für die niedersächsische Polizei entstanden sind.

Nach polizeilicher Erfahrung dürfte sich das auch in der Zukunft nicht verändern.

Zur Verhinderung von Gewalttaten ist insbesondere starke Polizeipräsenz erforderlich. Niedersachsen hat in den letzten Jahren erhebliche Aktivitäten entwickelt, um Ausschreitungen durch Gewalttäter erfolgreich zu vereiteln. So haben die polizeilichen Maßnahmen das Ziel, die Anreise von Hooligans zu verhindern, gewalttätige Auseinandersetzungen zu unterbinden und beweiskräftig zu verfolgen. Um dieses Ziel zu erreichen, stehen den Behörden insbesondere folgende Möglichkeiten zur Verfügung: Aufklärung, Gefährderansprachen, Meldeauflagen, bei Reisen ins Ausland pass- und personalausweisrechtliche Beschränkungen sowie Ingewahrsamnahmen.

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