Nds. Ministerium für Inneres und Sport klar

Bundesheinheitlicher Einbürgerungstest

Ab 1. September 2008 wird von jedem, der eingebürgert werden will, ein Nachweis verlangt, dass er "Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland" besitzt. Davon befreit sind alle, die noch keine 16 Jahre alt oder aufgrund Krankheit, Behinderung oder altersbedingt beeinträchtigt sind.

Ein deutscher Schulabschluss (Hauptschule oder höher) genügt als Nachweis. Ansonsten ist ein Einbürgerungstest zu machen. Nähere Beratung und Information erhalten Sie bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung.

Der Einbürgerungstest ist ein reiner Wissenstest in Multiple-Choice-Form. Dabei ist ein Fragebogen mit 33 Fragen zu beantworten, die das Sprachniveau B 1 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen voraussetzen. Für jede Frage sind vier Antwortmöglichkeiten vorgegeben, von denen nur eine die richtige ist. Wer innerhalb von 60 Minuten 17 Fragen richtig ankreuzt, hat den Test bestanden und erhält dann eine entsprechende Bescheinigung. Ein bestandener Einbürgerungstest ersetzt nicht den für die Einbürgerung ebenfalls erforderlichen Nachweis ausreichender deutscher Sprachkenntnisse auf dem Niveau B 1.

Die vom Bundesministerium des Innern für den bundeseinheitlichen Einbürgerungstest zugelassenen Prüfungsfragebögen werden nicht bekannt gegeben. Doch sind alle Fragen, die im Einbürgerungstest gestellt werden können, als Gesamtfragenkatalog von 310 Fragen veröffentlicht. Dies sind 300 Fragen aus den Themenbereichen "Leben in der Demokratie", "Geschichte und Verantwortung" und "Mensch und Gesellschaft" und zehn Fragen, die sich auf das Bundesland beziehen, in dem man lebt. Wer in Niedersachsen lebt, sollte deshalb wissen, dass dort der Regierungschef Ministerpräsident genannt wird.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich auf den Einbürgerungstest vorzubereiten. Zu allen Fragen des Gesamtkataloges werden demnächst vom Bundesministerium des Innern kurze schriftliche Hintergrunderläuterungen veröffentlicht werden. Außerdem bieten die Volkshochschulen für diejenigen, die lieber in einen Unterricht mit Dozenten und anderen Kursteilnehmern gehen möchten, demnächst nachfrageorientiert spezielle vorbereitende Einbürgerungskurse an. Darüber hinaus können auch Einbürgerungswillige, die bereits lange in Deutschland leben, an Integrationskursen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge teilnehmen. So können sie ihre Kenntnisse der deutschen Sprache auf das für die Einbürgerung geforderte Sprachniveau B 1 bringen und zugleich auch Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland erwerben.

Wer bereits an einem Integrationskurs teilgenommen hat und auf das dort im Orientierungskurs erworbene Wissen und seine gewachsene Vertrautheit mit den Lebensverhältnissen in Deutschland setzen kann, braucht keine Scheu vor dem Einbürgerungstest zu haben.

Wegen der Einzelheiten sollten Sie sich an Ihre Stadt- oder Kreisverwaltung wenden. Diese berät Sie nicht nur darüber, ob Sie persönlich bereits die zeitlichen und sonstigen Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen, sondern benennt Ihnen auch wohnortnahe Stellen, wo Sie dann den Einbürgerungstest machen können.

Die Teilnahme am Test kostet pro Person 25 Euro.

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