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Verwaltungsmodernisierung in Niedersachsen

Weichenstellung für eine moderne und effiziente Landesverwaltung

Die Verwaltungsmodernisierung orientiert sich an folgenden Grundsätzen:

• Konzentration des Staates auf seine Kernaufgaben,
• Privatisierung von Landesaufgaben,
• Einbeziehung der berufsständischen Selbstverwaltung,
• Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung,
• Abschaffung der Bezirksregierungen,
• Optimierung der Landesbehörden,
• Länderübergreifende Zusammenarbeit,
• Stärkung ländlicher Räume.

Mit der Strukturreform zum 01.01.2005 wurde das Nebeneinander von Bezirksregierungen und Sonderbehörden beseitigt. Mit dem Wegfall der vier Bezirksregierungen hat Niedersachsen den dreistufigen Verwaltungsaufbau zugunsten einer weitgehend zweistufigen Verwaltungsstruktur aufgegeben. Dieser Verzicht auf eine komplette Verwaltungsebene war möglich, weil Aufgaben konsequent abgebaut, privatisiert, auf die berufsständischen Selbstverwaltungen oder auf die Kommunen übertragen wurden.

Möglich wurde dieser Umbau der Verwaltungsstruktur nur durch eine umfangreiche Aufgabenkritik. Bei der Neuordnung der Landesverwaltung, die sich auf fast alle Verwaltungszweige erstreckt, haben strukturpolitische Argumente, aber auch die Stärkung des ländlichen Raums eine wesentliche Rolle gespielt. Die Struktur der Landesverwaltung hat sich durch den Modernisierungsprozess grundlegend verändert. Die Verwaltung ist nicht nur schlanker und damit kostengünstiger, sondern auch effizienter, weil endlich zusammengelegt wurde, was zusammengehört. Die Bündelung von Aufgabenbereichen stärkt die Dienstleistungsfunktion der öffentlichen Verwaltung gegenüber den Unternehmen. Gleichzeitig bleibt die Präsenz der Fachverwaltungen in der Fläche gewahrt, so dass vor Ort eine ausreichende Zahl von Ansprechpartnern zur Verfügung steht und die Aufgaben dort erledigt werden, wo sie anfallen. In einer 2 Phase der Verwaltungsmodernisierung standen insbesondere Querschnittsaufgaben auf dem Prüfstand. In ausgewählten Bereichen wurden Aufgaben reduziert bzw. neu strukturiert und organisiert.

Ungeachtet der bereit s stattgefundenen Reformen zwangen die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise auch Niedersachsen dazu, den Umbau und die Modernisierung der Landesverwaltung weiter voranzutreiben. In klar definierten Untersuchungsbereichen konnte dabei im Jahr 2010 ein weiteres Einsparpotential in Höhe von 1.900 Vollzeiteinheiten für den Zeitraum 2011 bis 2015 ermittelt werden. Dabei wurde erkennbar, dass der demographische Wandel und damit verbundene Aufgabenrückgänge insbesondere in der Vermessungs- und Katasterverwaltung Möglichkeiten zu strukturellen Veränderungen und damit maßgeblichen Einsparpotentialen eröffnet. Die entsprechenden Umsetzungsmaßnahmen wurden mit Wirkung vom 01.01.2011 eingeleitet. Weitere aufbauorganisatorische Veränderungen wurden zum gleichen Zeitpunkt auch im Bereich der den Kultus-, Sozial- und Innenressorts nach geordneten Behörden vorgenommen.

Die Standorte der bisherigen Bezirksregierungen bleiben weiterhin Sitz wichtiger Landesbehörden, und in den meisten Fällen konnten die Beschäftigten der Mittelinstanz in die neuen oder gestärkten Fachbehörden am selben Ort wechseln. Eine Umzugskarawane von Behörden und Beschäftigten hat es nicht gegeben. Nur in Ausnahmefällen konnte es dabei zu einem Ortswechsel von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kommen. Die Job-Börse hat hierzu einen wichtigen Beitrag geleistet und ist auch weiterhin aktiv.


Koordiniert und gesteuert wird die Verwaltungsmodernisierung von der Stabstelle Verwaltungsmodernisierung im Nds. Ministerium für Inneres und Sport.

Ansprechpartner:
Michel Golibrzuch, Tel.: 0511/120-6046
e-mail: Michel.Golibrzuch@mi.niedersachsen.de


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