Zehn Jahre Wirtschaftsschutz in Niedersachsen

Schünemann: Erfolgsbilanz für niedersächsischen Verfassungsschutz


HANNOVER. Der Wirtschaftsschutz des niedersächsischen Verfassungsschutzes hat in den vergangenen zehn Jahren 560 Unternehmen betreut und beraten. Innenminister Schünemann sagte am Montag in Hannover, der Wirtschaftsschutz beim Verfassungsschutz ziehe damit eine erfolgreiche Bilanz als Dienstleister für die niedersächsische Wirtschaft. Allein im vergangenen Jahr habe es 132 individuelle Firmenberatungen und 79 Vorträge zum Thema Wirtschaftsspionage und Know-how-Verlust gegeben.

"Bei der Zusammenarbeit mit niedersächsischen Unternehmen werden die Firmen über die Risiken durch Wirtschaftsspionage aufgeklärt. Das Dunkelfeld ist dabei sehr hoch, vermutlich liegen die Schäden für die deutsche Volkswirtschaft im Milliardenbereich", sagte Innenminister Schünemann. Durch die enge Kooperation würden die Mitarbeiter des Verfassungsschutzes eine Vielzahl von Sicherheitsvorfällen aus den Unternehmen erfahren, die aber als Fälle von Wirtschaftsspionage in der Beweisführung nur sehr schwer zu belegen seien.

"Die Wirtschaftsschützer müssen erschreckend häufig Diebstähle von Speichermedien wie Notebooks, Festplatten und Mobiltelefone mit teilweise sehr sensiblem Firmenwissen und offensichtlich gezielte Einbrüche in Unternehmen mit Diebstahl von Know-how feststellen", sagte Schünemann. Zudem gebe es signifikante Fälle, wo es bei eigenen Mitarbeitern oder Neubewerbern verdächtige Auffälligkeiten gegeben habe.

Die Botschaft für die niedersächsischen Unternehmen laute, dass sie ihre Kooperationsbereitschaft mit den Sicherheitsbehörden verbessern und gezielt Maßnahmen gegen Know-how-Verlust ergreifen sollten, so Schünemann. "Besonders bei den kleinen und mittleren Unternehmen sollte das Thema Sicherheit einen höheren Stellenwert in der Unternehmenspolitik haben."

Ziel des Wirtschaftsschutzes ist es, sensible Bereiche der Wirtschaft vor Ausspähungsversuchen fremder Nachrichtendienste (Wirtschaftsspionage) zu schützen. Ausspähungsobjekte sind nicht nur Großkonzerne, auch kleine und mittelständische Unternehmen mit hohem Know-how stehen im Visier fremder Nachrichtendienste. Die Aufgabenstellung des Niedersächsischen Verfassungsschutzes lautet somit, diese Spionageaktivitäten abzuwehren und in der Wirtschaft durch Beratung und Aufklärung Sicherheitsmaßnahmen gegen solche Angriffe zu initiieren.

Presseinformationen Bildrechte: Land Niedersachsen

Artikel-Informationen

erstellt am:
08.02.2010
zuletzt aktualisiert am:
20.05.2010

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